Galerie III

 

Küstenfischen im April, ein Streifzug mit dem Blick auf die dänische und deutsche Fjordseite…

 

Mit Blick auf den bisherigen Verlauf des Winters haben wir einen weiteren frühen Temperaturanstieg im Wasser und in der Luft erwartet. Dieser stagniert aber in den letzten Wochen und so beschert uns das Wetter täglich perfekte Bedingungen für das Küstenfischen auf Meerforellen. Die Wassertemperatur erhöhte sich in den letzten drei Wochen nur langsam und von gemessenen sechs Grad im März, zeigen sich die Fjorde in der April-Mitte mit nun acht bis neun Grad im Wasser. In diesen Tagen erleben wir weiterhin ein ausgesprochen gutes Fischen und der April zeigte sich als der Top-Monat, in diesem milden Winterhalbjahr 2013/2014. Bis zum 20.04. konnten wir jeden Angeltag mit einem Erfolg, in Form von Meerforelle oder Regenbogenforelle beenden. Das ist ungewöhnlich und ich habe es in so einer konstanten Form bisher auch noch nicht erlebt. Trotzdem stand vor jedem Erfolg auch eine Suche nach dem Fisch, denn auch im April zeigten sich bei weitem nicht alle von uns befischten Strandabschnitte als fängig. Die dänische Festlandseite brachte uns gute Fische, während sich Als oft sehr launisch gab. Die Halbinsel Sundeved und ebenfalls einige Spots der deutschen Festlandseite, waren dagegen häufig ein Fisch-Magnet. Bei den gefangenen Meerforellen handelte es sich ausschließlich um Grönländer, meist in einem gewohnten Schnittmaß von 40 cm bis 50 cm. Zuweilen endete auch ein Tag am Wasser mit dem Fang von untermassigen Fischen. Aber auch einige Regenbogenforellen sorgten für einen explosiven Drill an der Sbirolino-Rute und an der Fliegenrute. So konnte der erst dreizehnjährige Lenny bei seinem ersten Küstengang eine Meerforelle an die Fliegenrute bringen und am zweiten Tag eine knallblanke Regenbogenforelle von über 60 cm mit einer Eigenbau-Garnele überlisten, sie haken, erfolgreich drillen und über den Kescher führen. Leider hat seine Kamera am Folgetag einen Wassereinbruch erlitten und so hoffen wir auf die Rettung der Speicherkarte, um einen stolzen Küstenfischernachwuchs mit seinem tollen Einstand zu zeigen. Die ebenfalls erwartet frühe Invasion der Hornhechte hat sich dagegen bis zum 20.04 in den südjütländischen Fjorden noch nicht eingestellt. Auch die Ententeich -Tage mit strahlend blauem Himmel, brachten uns keinen der Schnäbler an den Haken. Aber dieser Zustand wird sich sicher in nur wenigen Tagen ändern.

 

 

 

 

















Die Speicherkarte konnte doch noch gerettet werden :-)

 

 

 

März 2014, Sternstunde am Flussufer….

 

In jedem Jahr ist der beginnende Frühling für Jürgen Zaedow ein Startsignal für eine ganz besondere Suche mit Rute und Rolle. Es zieht ihn in bestimmte Abschnitte eines norddeutschen Flusses, immer in Erwartung an einen der klassischen und großen Laichüberspringer, der dem Zug der Stinte in den Fluss folgt. Diese Art einer gezielten Befischung erfordert mit Sicherheit ein höchstes Maß an Ausdauer und Geduld, denn erfolglose Tage und Jahre sind bei diesen Fischgängen vorherrschend. Schon im letzten Jahr  wurde diese Ausdauer mit einem blanken Fisch der zehn Kilogramm Klasse belohnt, der auf Jürgens Tubenfliege einstieg, den Drill aber mit einem aufgebogenen Haken für sich entscheiden konnte. In diesem März 2014 konnte Jürgen seine Theorie erneut sehr eindrucksvoll belegen. Nach einigen erfolglosen Tagen  am Fluss war es diesmal die Spinnrute mit einem 16 Gramm Blinker, mit der Jürgen  einen adulten Großfisch zum attackieren brachte. Am Ende lag eine Meerforelle von 85 cm Länge und einem Gewicht von 9,1 Kilogramm im Kescher. Das Verhältnis von Länge und Gewicht dieses Fisches, zeigt sich sehr eindrucksvoll auf Jürgens Fotos. 






 

 

 

Südjütlands Fjorde im März 2014…

 

 

Mit weiterhin konstanten und frühlingshaften Temperaturen, gab es im gesamten Monat März keinen Einbruch in das Küstenfischen auf Meerforellen. Nur eine Starkwindlage konnte uns den einen oder anderen Fischtag in diesem Monat noch vereiteln. Die Wassertemperatur verzeichnete in den Fjorden, aber auch an der offenen Küstenlinie nur einen sehr langsamen Anstieg, bot aber mit ca. 6 Grad schon ganz ausgezeichnete Bedingungen für erfolgreiche Fischtage. Trotzdem unterlag das Öringfischen  den natürlichen Schwankungen und so wechselten sich erfolgreiche Fangtage, auch immer wieder mit erfolglosen Stunden am Wasser ab. Der März brachte uns überwiegend Grönländer von 40cm bis 55cm auf die Fliege und an die Spinnköder. Es sind noch immer die klassischen silberblanken Winterfische, die sich im Vergleich zu den letzten Eiswintern, in einer für den nahrungsarmen Monat März schon sehr guten Kondition zeigten. Auffallend oft waren die gefangenen Meerforellen in ihrer Größe und ihrer körperlichen Verfassung fast identisch, in einem Längenmaß von 47cm bis 48cm und einem akzeptablen Ernährungszustand. Noch immer wird der Angler an den jütländischen Stränden auch auf Köhlerschwärme in der Jugendklasse treffen. Diese meist nur 30cm bis 40cm großen Fische können für einige Zeit für Kurzweil und Abwechslung sorgen, sind aber in diesen Größen nicht unser Ziel. Auch der Hering ist in  diesem Jahr sehr früh großen Laichschwärmen in die Häfen und Sunde gezogen. Für uns eine willkommene Gelegenheit für ein abendliches Fischen mit der Sinkleine auf Tiefe, oder für einen Einsatz der Spinnrute, in der Hoffnung auf eine adulte Meerforelle, die sich im Bereich ihrer Nahrungsfische aufhält. 

 

 

 

 












Küchenfertig :-)




Südjütlands Fjorde im Januar und Februar 2014….

 

 

Nach den letzten Winterjahren mit Eis und Schnee, zeigte sich Sütjütland im Winterhalbjahr 2013/2014 mit milden, oft frühlingshaften Temperaturen. Bis Anfang Februar fanden sich in fast allen Fjorden Wassertemperaturen von 6 bis 7 Grad. Somit gab es endlich auch wieder ein durchgängig gutes Küstenfischen mit wunderschönen Winterfischen, in Form blanker Grönländer. Zudem brachten uns zwei Winterstürme einen unerwarteten Beifang von Regenbogenforellen aus der dänischen Käfig-Mast. Durch die Sturmschäden wurden mehrere hundert Tonnen Regenbogner freigesetzt, die sich sehr schnell über große Strecken verteilten. Diese drei bis teilweise fünf Kilogramm schweren Fische, zeigten sich bei vielen Anglern als willkommener Beifang. Auch wenn die Angst besteht, dass diese Laichfresser einen Schaden in den dänischen Meerforellen-Auen der Ostküste anrichten werden, hoffen wir aus anglerischer Sicht, dass sich ein Teil dieser Fische im Meer weiter regenerieren wird. Drall und blank, mit einer weiteren Gewichtszunahme und ohne die typischen Flossenschäden der noch frischen Farmfische, werden sie vielleicht noch in den Folgejahren für manche Überraschung beim Küstenfischen sorgen. Erst im Februar zog sich dann ein kleines Kälteband über die jütländischen Regionen und sorgte für einen Temperaturabfall im Wasser und in der Luft. Bei 0 bis 1 Grad im Wasser kam das konstante Fischen sehr schnell zu Erliegen. Nach gut zwei Wochen war dieser kurze Wintereinbruch vorbei und steigende Temperaturen sorgten wieder für eine Aktivität unter den Meerforellen. Bei Anfang noch kaltem Wasser, wurden die meisten Fänge aus den Bereichen von Süßwasserquellen gemeldet. Hier strömt bis zu 8 Grad warmes Wasser aus dem Ostseegrund und war teilweise täglich ein Garant für Meerforellenfänge. Dabei wurden für diese Region ungewöhnlich viele Laichüberspringer, in den Größen von 60 bis 70 cm gehakt und gefangen. Zum Monatswechsel Februar/März fanden sich wieder Wassertemperaturen von 4 bis 5 Grad in den Fjorden und bei Sonne und zum Teil 11 Grad in der Luft, sind wir über diese frühe und fängige Saison begeistert.

 

 

 






Fotos: Patrick Jeß



Foto: Patrick Jeß, Regenbogen




Foto: Tom Jansen





Patrick Jeß, Bjarne Döbler